S&T AG: Chipkrise bremst Wachstum trotz starkem Auftragseingang

  • Umsatzwachstum 9M um 9,2% auf EUR 913,8 Mio. (Vj.: EUR 836,4 Mio.)
  • EBITDA 9M leicht erhöht auf EUR 85,6 Mio. (Vj.: EUR 83,7 Mio.)
  • Auftragsbestand um 33,1% auf EUR 1.233,9 seit Jahresbeginn (EUR 927,2 Mio.) gesteigert
  • Projekt „Focus“ prüft noch stärkere Ausrichtung auf den IoT Bereich

 

Linz, 4. November 2021: Die S&T AG (ISIN: AT0000A0E9W5, WKN: A0X9EJ, Börsenkürzel: SANT) konnte auch im 3. Quartal 2021 mit EUR 410 Mio. einen erneuten Rekord im Auftragseingang verzeichnen. Damit stehen nach den ersten 9 Monaten Bestellungen von rund EUR 1.221 Mio. Umsatzerlöse von nur EUR 913,8 Mio. gegenüber. Wermutstropfen sind knapp EUR 80 Mio. an Bestellungen, die bedingt durch die Chipkrise per 30. September 2021 noch nicht als Umsatz realisiert werden konnten und damit sowohl das Umsatzwachstum hemmen als sich auch negativ auf das EBITDA auswirken. Im 9-Monats Vergleich konnte der Umsatz dennoch um 9,2% auf EUR 913,8 Mio. gesteigert werden (Vj.: EUR 836,4 Mio.). Das EBITDA liegt mit EUR 85,6 Mio. leicht über dem Vorjahreswert (EUR 83,7 Mio.). Der operative Cashflow lag nach 9 Monaten bei minus 14,6 Mio. und wurde durch den um EUR 40,7 Mio. erhöhten Lagerbestand aufgrund der Chipkrise negativ beeinflusst. Nach einer schrittweisen Reduktion der Komponentenengpässe wird eine deutliche Verbesserung des operativen Cashflows erwartet. Der Gewinn je Aktie liegt nach 9 Monaten mit 48 Cent auf Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote entspricht mit 32,9% in etwa dem Jahresendwert 2020 (32,8%).

Generell ist die Nachfrage nach intelligenten IoT-Lösungen der S&T Gruppe nach wie vor stark und wird durch die Wirtschaftserholung nach der COVID-19-Krise weiter gesteigert. Während das IT Services Segment von der Chipkrise kaum betroffen ist, treffen die Lieferverzögerungen derzeit vor allem das IoT-Geschäft. Für 2021 geht S&T, bedingt durch Lieferverzögerungen und je nach Verfügbarkeit der benötigten Komponenten, von einem Umsatz von EUR 1.330 Mio. bis zu EUR 1.400 Mio. aus, wobei die EBITDA-Marge bei etwa 10% liegen soll. Die überfälligen Lieferungen von knapp EUR 80 Mio. sollen im Geschäftsjahr 2022 zusätzlich ausgeliefert werden und das Umsatzwachstum im IoT-Bereich positiv verstärken.

Seit dem abgelaufenen Quartal evaluiert S&T, im Rahmen des Projekts „Focus“, die stärkere IoT Ausrichtung und eine Trennung oder den Verkauf des Segmentes „IT Services“. Fehlende IT Service Umsätze sollen zukünftig durch den Ausbau des bestehenden IoT Geschäfts und die Erschließung neuer IoT-Geschäftsfelder ersetzt werden.

Hannes Niederhauser, CEO: „Die Umsatz- und Erlösentwicklung im laufenden Jahr ist – bedingt durch die Chipkrise – trotz des starken Auftragseingangs leider unter unseren Erwartungen geblieben. Andererseits stimmt uns die Nachfrage und auch der Auftragsbestand positiv für die nächsten Quartale. Im 3. Quartal ist der offizielle Startschuss zu unserem Projekt „Focus“ gefallen. Wir prüfen, uns in Zukunft noch stärker auf unser margenstarkes IoT-Geschäft zu fokussieren und damit mittelfristig Bruttomargen von über 50% und EBITDA-Margen von über 15% zu ermöglichen. Mit der neu fokussierten S&T streben wir einen Umsatz von EUR 2.000 Mio. in 2025 an, wobei wir von einer deutlich höheren Profitabilität als in der ehemaligen „Agenda 2023“ ausgehen.“

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