10.11.2011 | Austria

S&T Technology News: vSphere 5.0

Die Neuerungen im Überblick

Wir haben für Sie vSphere 5.0 genauer unter die Lupe genommen und die neuen Features für Sie getestet.
Die wichtigsten Neuerungen aus unserer Sicht sind:

  • ESXi Hypervisor Stack
  • Auto Deploy Funktion
  • Storage DRS
  • Profile Driven Storage

ESXi Hypervisor


Mit der Einführung von vSphere 5.0 setzt VMware nun ausschließlich auf den ESXi Hypervisor Stack. Dieser bietet vSphere-Anwendern die Vorteile einer schlankeren Architektur, höherer Sicherheit und eines vereinfachten Modells für Patches und Konfiguration. So kann der Hypervisor nun für eine virtuelle Maschine bis zu 32 vCPUs, 1 TB RAM und 1 Mio. IOPS bereitstellen. VMware nimmt dieser Steigerung zum Anlass, Unternehmen auch die Virtualisierung von ressourcenhungrigen und kritischen Anwendungen wie SAP schmackhaft zu machen.
Wie eine Migration von einem ESX 4.1 Host auf 5.0 funktioniert, können Sie hier sehen (Video in englischer Sprache).

 

Auto Deploy


VMware Auto Deploy ermöglicht das vollständig automatisierte Ausrollen Ihrer ESXi Server. Hierzu wird der ESXi Hypervisor und das Host Profil in einem Repository bereitgestellt. Mit Hilfe eines PXE Boot des Servers können nun automatisch alle ESXi Server in wenigen Minuten bereitgestellt werden.
Über die Installationsvariante „Stateless“ können sogar ESXi Serversysteme auf Hosts ohne physikalischer Festplatte ausgerollt werden.

VMware Auto Deploy

Wenn Sie sich die Auto Deploy Funktionen gerne in Videoform ansehen wollen, können Sie das hier tun.



Storage DRS


Mit VMware Storage DRS ist jetzt die automatische Ressourcenauslastung (Load Balancing) auf Speichersysteme möglich. Während das Distributed Resource Scheduling in der Lage ist, virtuelle Maschinen eigenständig und abhängig vom Auslastungsgrad zwischen Hosts zu verschieben, platziert Storage DRS die Images von VMs auf einem anderen Speicher, wenn das aktuell genutzte Storage bei der vorhandenen Kapazität oder der Latenz bestimmte Schwellenwerte erreicht.
Bekommt eine Virtuelle Maschine (VM) zum Beispiel zu wenig IOs auf einem Datastore, kann das System diese VM automatisch via Storage vMotion auf ein Storage verschieben, das mehr IOs verarbeiten kann.


Eine Demo dazu finden Sie hier.



Profile Driven Storage


Durch die Profile Driven Storage Funktionalität können virtuelle Maschinen (VMs) basierend auf definierten Regelwerken hinsichtlich der benötigten Storage Nutzung klassifiziert werden. Somit können Sie bereits bei der Erstellung einer VM die entsprechende Leistungsklasse des Storage festlegen.

Die intelligente Platzierung von Images erfolgt nicht zwischen beliebigen Speichersystemen, sondern setzt eine logische Gruppierung derselben voraus. VMware nennt diese Zusammenfassung von Speichereinheiten zu Pools Profile Driven Storage.

Damit lassen sich Storage-Systeme beispielsweise nach ihrer Performance oder Ausfallsicherheit gruppieren und anschließend könnte der Administrator festlegen, welche VMs etwa nur auf den besten Speichern platziert werden oder welche sich mit dem Pool der am wenigsten leistungsfähigen Systeme begnügen müssen. Storage DRS verteilt dann die Images der bestreffenden VMs nur zwischen den Storage-Systemen innerhalb eines solchen Clusters.

VMware Profile Driven Storage

Auch für dieses Feature haben wir für Sie ein Video heraus gesucht.



Sonstige Features im Überblick


  • 32-way vSMP
  • Multi-core virtual CPU in GUI
  • 1 TB VM RAM (2TB RAM per physical host)
  • Client-connected USB devices 3.0
  • HD audio
  • Smartcard support
  • Software-based 3D rendering
  • Mac OS X Server Support
  • 2 TB+ VMFS datastore



Neue Lizenzbedingungen auf Basis von vRAM


Die Lizenzierung von vSphere 5 erfolgt wie bisher pro Prozessor. Allerdings entfallen die in den früheren Versionen gültigen Beschränkungen auf eine bestimmte Zahl von Cores pro CPU (je nach Edition 6 oder 12) beziehungsweise auf einen maximalen physikalischen Arbeitsspeicher (256 GB, ausgenommen Enterprise Plus).

Die neue Regelung gewährt jeder Pro-Prozessor-Lizenz abhängig von den vSphere-Editionen eine bestimmte Menge vRAM (24 bis 48 GB), also virtuellen Speicher, die den VMs über ihre Konfigurationdateien zugeteilt werden. Es handelt sich dabei um einen Pool von vRAM, der nicht nur über mehrere VMs, sondern auch über mehrere Hosts verteilt werden kann. Er ist somit nicht via Lizenz an eine bestimmte CPU gebunden.

Diese Flexibilität geht aber nicht so weit, dass die nun in vCenter integrierte Lizenzüberwachung den tatsächlichen RAM-Verbrauch von VMs misst, der ja aufgrund des dynamischen Memory-Managements stark schwanken kann. Vielmehr zieht es den in der VM-Konfiguration als Höchstwert definierten Speicher als Grundlage heran. Daher ist das neue Lizenzmodell ein weiterer Grund für eine sorgfältige Kapazitätsplanung, um eine Überausstattung von VMs mit vRAM zu vermeiden.

Wenn die pro CPU gewährte Menge an vRAM nicht ausreicht, dann müssen Kunden zusätzliche Lizenzen erwerben. Die alte Preisgestaltung schaffte jedoch einen Anreiz, etwa leistungsfähige 6-Kern-Prozessoren wie jene aus Intels "Gulftown"-Serie mit möglichst viel (mittlerweile preiswertem) RAM zu kombinieren, um unter einer Lizenz möglichst viele VMs zu betreiben. Derart ausgebaute Server erweisen sich unter den neuen Bedingungen aber als ungünstig, so dass die veränderten Nutzungsbedingungen für einige Anwender einer Preiserhöhung gleichkommen können.

Zwecks Vereinfachung haben wir folgende Grafik für Sie:



Wir hoffen der Artikel war interessant und stehen Ihnen natürlich jederzeit für ein beratendes Gespräch zur Verfügung.
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